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„Ohne Licht gibt es weder Farbe noch Form.“
Licht denken und licht denken – wer baut, muss beides können. Acht Fragen an Begoña Viejo von La Colondra estudio de arquitectura in Spanien.
„Ohne Licht gibt es weder Farbe noch Form.“
Der Südtiroler Fensterhersteller Finstral sucht den Dialog, initiiert Gespräche und diskutiert relevante Themen aus dem Großraum Architektur. Für die dritte Ausgabe des Finstral Magazins F_03 haben wir acht Fragen an Architektinnen und Architekten aus ganz Europa gestellt. Lesen Sie hier die Antworten von Begoña Viejo.

1. Wie denken Sie als Architektin/als Architekt über Licht?

Begoña Viejo: Licht ist alles, ohne Licht gibt es weder Farbe noch Form. Die Impulse, die das Licht gibt, beeinflussen unser Leben Tag für Tag, unser Gemüt und die Wahrnehmung der Realität.

2. Wie planen Sie Tageslicht?

Jeder Raum erfordert sein eigenes Lichtkonzept, je nach der geplanten Nutzung. Unabdingbare Forderung an das Bauprojekt ist, für Ruhe-, Arbeits- und Studienräume Tageslicht vorzusehen und dann zu prüfen, wie dieses Licht je nach Raumgröße, Richtung und Tageszeit in die Räume fällt.

3. Wie nutzen Sie das Fenster als architektonisches Gestaltungselement?
In Asturien, im Norden Spaniens, haben wir leider oder Gott sei Dank nicht viele Tage mit wolkenlosem Himmel. Deswegen müssen unsere Gebäude so viel Licht wie irgend möglich hereinlassen. In jedem Projekt muss man abwägen zwischen Hereinlassen von Tageslicht, Sonnenausbeute und Sonnenschutz, um ein energetisches Gleichgewicht herzustellen.

4. Welches (bekannte) bestehende Gebäude würden Sie gerne wie umnutzen oder erweitern?
Es ist sehr lohnend, an bestehenden Gebäuden zu arbeiten, bei denen sich die Bedürfnisse der Nutzer geändert haben oder Räume ungenutzt waren, die nun gebraucht werden. Eines der häufigsten Vorgehen ist die Ausstattung mit großen Fensterfronten, die diesen Räumen gute Aussicht und Licht bringen.

5. Bauen ist ein Dickicht aus unzähligen Vorgaben und teils veralteten Abläufen: Was würden Sie ändern? Und wie?

Es gibt viele Vorschriften, die das Bild von Gebäuden regeln und zwingen, sich an gewisse traditionelle Typen anzupassen. Diese schränken aber die Kreativität und natürliche Entwicklung baulicher Modelle ein.

6. Architektur ist gebaute Realität. Welche gesellschaftliche und politische Verantwortung haben Architektinnen und Architekten heute?
Ich glaube nicht, dass sich Architekten auf politische Themen einlassen sollten, sondern sich eher an technischen Kommissionen beteiligen, die Regierungen bei Raumordnung und möglichen Hilfen zur Sanierung beraten, sowie bei Investitionen öffentlicher Gelder zur Verbesserung von Wohngebieten und öffentlichen Plätzen beitragen, wobei dieses Thema eher gesellschaftlich als politisch ist.

7. Mit wem würden Sie gerne einen (Architektur-)Diskurs führen – und zu welchem Thema?
Ich würde mich gerne mit leitenden Politikern jedes einzelnen Kontinents und verschiedenen der weltweit geschätzten Städtebauer an einen Tisch setzen, um mit ihnen zu diskutieren, wie die Städte der Zukunft aussehen sollen.

8. Mit welcher These eröffnen Sie diesen Diskurs?
Kann man nach 18 Monaten mit Covid-19 eine moderne Stadt vom Typ „The Line“ für alle entwickeln?

2015 von den Architektinnen Begoña Viejo und María Méndez gegründet, beschäftigt sich das Architekturbüro La Colondra mit der Idee und den Normen des Passivhauses. Ziel ist, eine effiziente Architektur zu entwickeln, die sich optimal an ihre Umgebung anpasst.
lacolondra.es/estudio

Mehr Antworten von Architektinnen und Architekten aus ganz Europa entdecken:
finstral.com/framinglight

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finstral.com/f03
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Unter dem Motto „Framing Light“ lädt das Finstral Magazin F_03 zum Diskurs ein. Die vier Titelmotive spielen mit den Abstufungen des Tageslichts und seiner räumlichen Wirkung.
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