Die Aussicht auf den Lago Maggiore: spektakulär. Doch Alberto Nervi, Projektleiter von Finstral, und Florian Oberrauch von der Finstral-Geschäftsleitung schauen in die entgegengesetzte Richtung – mit Begeisterung: Sie haben die drei frisch sanierten Gebäudeteile des Seniorenheims „Menotti Bassani“ im Blick, auf einer Anhöhe am See gelegen – mit neuer Fassade und neuen Fenstern von Finstral. „Dieser Austausch von 790 Elementen war in jeglicher Hinsicht außergewöhnlich“, berichtet Nervi. „Ein Altenheim als Renovierungsobjekt war für uns neu – und eine Bereicherung.“
„Menotti Bassani“ besteht aus drei mächtigen Gebäudekomplexen, „Scotti“, „Bassani“ und „Arioli“ genannt. In den ersten beiden Gebäuden waren die alten Fenster aus Holz und innen weiß lackiert. Im Prinzip ein Idealfall für die minimalinvasive Überschubmontage von Finstral. Dabei bleiben die alten Holzblendrahmen bestehen, werden lediglich zurückgeschnitten und mit einem neuen Rahmen und neuen Anschlussprofilen verblendet. Das verursacht kaum Lärm oder Schmutz und ermöglicht den kompletten Austausch eines Fensterelements in nur rund zwei Stunden – damit spart man Zeit, Geld und Aufwand. Beim Altenheim stellte sich allerdings schnell heraus, dass die unteren Blendrahmenteile der Fenster weitgehend zu marode waren, um weiterverwendet zu werden. „Kein Problem“, so Alberto Nevi: „Wir mussten unsere Montage-Methode nur leicht anpassen. „Der beschädigte Bestand wurde entfernt, der übrige minimal zurückgeschnitten.“, schildert Alberto Nervi. Dadurch blieb der Fensteraustausch minimalinvasiv – und verlief sogar schneller als üblich. Im Gebäudeteil „Arioli“ waren dagegen Aluminiumfenster auf einer Montagezarge aus Eisen verbaut. Der Austausch? „Für uns ein Kinderspiel“, sagt Nervi. Die alten Aluminiumfenster mussten einfach nur ausgehängt werden; die neuen Fenster ließen sich dann direkt auf der intakten Eisenzarge montieren. Auch hier waren keinerlei Maurer- und Maler-Arbeiten nötig. Das Ergebnis: Schöne, perfekt dämmende Fenster für ein optimales Raumklima – mit resistentem Aluminium als Rahmenmaterial außen und pflegeleichtem Kunststoff innen – ideal für eine Seniorenresidenz, in der saubere Räume essentiell sind.
„Natürlich ist es aufwendig, für solch große Gebäude alle Fenster mit zwei unterschiedlichen Montagemethoden zu planen“, gibt Florian Oberrauch zu. „Viele Hersteller hätten auf Standardmaße gesetzt und Montageunterschiede mit Dichtungsmaterial ausgeglichen. Wir nicht.“ Fürs Altenheim fertigte Finstral 150 unterschiedliche Fenstermaße an: „Klingt nach Manufaktur“, so Oberrauch. „Läuft aber komplett industriell. Unsere modulare Produktion macht’s möglich.“
Die Gebäude wurden im Rahmen des staatlichen Energiespar-Förderprogramms „Superbonus 100“ saniert – mit entsprechend strengen Vorgaben für die Wärmedämmung. Hierfür waren die immer perfekt isolierenden Finstral-Fenster mit dem schmalen Rahmendesign Slim-line und dem Verbundflügel Twin die beste Wahl. Zwei Scheiben, ein großer Zwischenraum: Diese Konstruktion erhöht im Vergleich zum normalen, einfachen Fensterflügel die Wärmedämmung um ca. 20 % und die Lärmschutzwirkung sogar um 100 %. Im Scheibenzwischenraum befindet sich eine motorisierte Jalousette als Sonnenschutz – vor Wind und Wetter geschützt und mit Hilfe eines Wandtasters elektrisch steuerbar.
Aber auch die weitere Fenster-Ausstattung wurde auf die besonderen Anforderungen eines Altenheims abgestimmt: Die Elemente verfügen über das Verbundsicherheitsglas Multiprotect, das im Falle eines Unfalls nicht bricht, sondern nur zersplittert und damit die Verletzungsgefahr so gering wie möglich hält. Die über den Personalschlüssel regulierbaren Griffe mit Kipp-vor-Dreh-Funktion und die Türen mit Antipanik-Griffen sorgen für größtmögliche Sicherheit für Bewohner, Besucher und Personal. Da die Betreiber des Seniorenheims und die Architekten zufrieden mit Finstral waren, beauftragten sie das Unternehmen nachträglich auch mit dem Austausch der großen Fensterwand in einem der Gebäude: Das neue Element mit seinen schmalen Rahmen bietet nicht nur eine atemberaubende Aussicht auf den See, sondern lässt auch besonders viel Sonne für natürliche Wärme herein.
„Fenster für jeden Einsatzzweck individuell zu komponieren, ist für Finstral ganz gewöhnlich“, stellt Projektleiter Nervi fest. „Dagegen war der Montageprozess in diesem Fall selbst für uns als erfahrene Austausch-Profis etwas Besonderes.“
Der straffe Zeitplan gab vor, den Fensteraustausch innerhalb von gut vier Monaten durchzuführen. Täglich waren daher zehn Fenster zu tauschen. Doch das Altenheim konnte nicht jeden Tag zehn freie Zimmer bereitstellen; viele Bewohner waren auf ihr Bett oder medizinische Geräte angewiesen und konnten deshalb nicht einfach verlegt werden. „Ich habe deshalb für jede Woche sehr kurzfristig geplant, welche Fenster wo ausgetauscht werden können – in freien Zimmern, Toiletten, Abstellräumen, der Küche … Zum Glück sind wir dank unserer minimalinvasiven Methoden sehr schnell und damit auch sehr flexibel“, so Nervi.
Mit Finstral läuft die Montage zwar extrem zügig, leise und sauber ab … doch natürlich bekamen die Bewohner den Fensteraustausch mit: Einige zeigten Interesse; andere – etwa auf der Alzheimer-Station – mussten vom Personal behutsam vorbereitet und begleitet werden. „Emotional anspruchsvoll wurde es beim Fensteraustausch im Hospiz, wo unsere Teams tagtäglich Trauer und Verlust erlebten“, erzählt Nervi. Die Überschubmontage half bei der Rücksichtnahme, denn sie vermeidet Lärm und Schmutz. Die alten Elemente wurden über das für die parallel laufende Fassadenrenovierung ohnehin vorhandene Außengerüst abtransportiert, um die Patienten nicht zu stören.
„Die Begegnungen und der Umgang mit den Bewohnern waren für uns eine wichtige und wertvolle Erfahrung“, sagt Alberto Nervi: „Umso mehr freuen wir uns über das erfolgreiche Projekt. Wir haben nicht nur drei Gebäude aufgewertet, sondern das Zuhause der Menschen im Altenheim komfortabler und schöner gemacht.“