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Hotel, Rom
Hotel, Rom
Transparente Übergänge: ein Palazzo zwischen Geschichte und Gegenwart.
Bei Sanierungen historischer Architektur kommt es oft weniger auf Sichtbarkeit an als auf Präzision. Im Palazzo Capponi nahe der Piazza del Popolo in Rom treffen nicht nur Renaissancearchitektur und Moderne aufeinander, sondern auch Denkmalschutz, Hotelarchitektur und archäologische Strukturen. Denn während der Sanierung des historischen Palazzo zum Fünf-Sterne-Hotel durch Zaha Hadid Architects wurden die Überreste einer antiken römischen Villa freigelegt, die sichtbar erhalten bleiben sollten. Finstral integrierte großformatige Verglasungen, rahmenlose Ganzglasfenster und bogenförmige Elemente in den historischen Bestand. Das Ziel: Transparenz, Licht und räumliche Kontinuität schaffen, ohne die Wirkung des Palazzo zu stören.

Unsichtbare Rahmen für einen historischen Palazzo.

Die Integration zeitgenössischer Verglasungen in historische Bausubstanz stellte beim Palazzo Capponi hohe technische und gestalterische Anforderungen. Für das Hotel Romeo Roma von Zaha Hadid Architects sollten die zum Innenhof orientierten Zimmer offen und lichtdurchflutet wirken und zugleich modernen Ansprüchen an Privatsphäre, Schall- und Wärmeschutz genügen. Finstral realisierte dafür großformatige Verglasungen mit Parsol-Grey-Glas, das Schallschutz und Sichtschutz kombiniert und Lärm um 43 dB reduziert. Für die beweglichen Fensterflügel kamen die außen und innen rahmenlosen Ganzglasfenster Nova-line Cristal Twin zum Einsatz. Die dunklen Aluminiumoberflächen in Tiefschwarz matt unterstützen dabei die zurückhaltende Wirkung. Ziel war eine möglichst flächenbündige Ganzglaswirkung mit minimal sichtbaren Profilen.

Entlang des Gebäudeperimeters wurden feststehende und bewegliche Elemente sowie Eingangstüren integriert. Anspruchsvoll war die Umsetzung der bogenförmigen Verglasungen im Innenhof.
Die bestehenden historischen Öffnungen mussten exakt aufgenommen und in individuelle Sonderanfertigungen übersetzt werden. Sämtliche Bogenelemente wurden dafür einzeln vermessen und digital rekonstruiert. Dadurch konnten die Rahmen weitgehend in der historischen Mauerstruktur verschwinden, was den Eindruck erweckt, das Glas gehe direkt aus dem Bestand hervor.
Licht, Offenheit, klare Ordnung: Die Fenster unterstützen die ruhige Fassadenwirkung des Innenhofs und bringen Tageslicht tief in die Räume.
Licht, Offenheit, klare Ordnung: Die Fenster unterstützen die ruhige Fassadenwirkung des Innenhofs und bringen Tageslicht tief in die Räume.
Zwischen Innenraum, Wasser und Garten entstehen Sichtachsen, die den Spa-Bereich großzügig und überraschend weit wirken lassen.
Zwischen Innenraum, Wasser und Garten entstehen Sichtachsen, die den Spa-Bereich großzügig und überraschend weit wirken lassen.
Die bogenförmigen Verglasungen nehmen den historischen Stil auf.
Die bogenförmigen Verglasungen nehmen den historischen Stil auf.
Die dunklen Aluminiumoberflächen in Tiefschwarz matt wirken elegant und dezent zugleich.
Die dunklen Aluminiumoberflächen in Tiefschwarz matt wirken elegant und dezent zugleich.
Aufgrund der engen Platzverhältnisse im Zentrum Roms erfolgten Anlieferung und Einbau etappenweise: Die großformatigen Elemente wurden zunächst zwischengelagert. Für die Montage in den oberen Geschossen kam ein kompakter Minikran mit Glassaugern zum Einsatz. Die finale Positionierung und Montage erfolgten aufgrund der beengten Platzverhältnisse manuell.

Zusätzliche Herausforderungen entstanden durch den archäologischen Kontext des Projekts: Während der Bauarbeiten wurden im Innenhof die Überreste einer antiken römischen Villa freigelegt. Die Verglasungen des Spa-Bereichs wurden daraufhin angepasst und als große zusammenhängende Glasflächen ausgeführt, um die Sicht auf Garten und historische Strukturen freizugeben.
Die dunklen Rahmen in modernem Stil setzen einen kontrastierenden Akzent in den sonst traditionell gehaltenen Innenbereich.
Die dunklen Rahmen in modernem Stil setzen einen kontrastierenden Akzent in den sonst traditionell gehaltenen Innenbereich.
Historische Form, zeitgenössische Präzision: Die Bogenelemente greifen die Geometrie des Palazzo auf und fügen sich selbstverständlich in den Bestand ein.
Historische Form, zeitgenössische Präzision: Die Bogenelemente greifen die Geometrie des Palazzo auf und fügen sich selbstverständlich in den Bestand ein.
Der ursprüngliche Stil bleibt erhalten.
Der ursprüngliche Stil bleibt erhalten.
Der Innenhof zeigt eine Mischung aus Geschichte und Moderne.
Der Innenhof zeigt eine Mischung aus Geschichte und Moderne.
Licht und Rückzug zugleich: Die Fensterlösungen verbinden eine helle, ruhige Atmosphäre mit der Privatheit eines Hotels.
Licht und Rückzug zugleich: Die Fensterlösungen verbinden eine helle, ruhige Atmosphäre mit der Privatheit eines Hotels.
Projektsteckbrief:
  • Objekt: Palazzo Capponi
  • Ort: Rom, Italien
  • Bauaufgabe: Fensteraustausch
  • Planung: Zaha Hadid Architects
  • Baujahr: Erste Erwähnung 1515, seitdem immer wieder umgebaut und erweitert
  • Sanierung: 2025

Finstral-Elemente:
  • Fenster FIN-Project Nova-line Cristal Twin 78 Aluminium-Aluminium
  • Haustür FIN-Door Flat Frame – Flat Frame 78 Aluminium-Aluminium
Hotel, Rom
Bauanschluss

1. In der nassen Bauphase wurde eine FIN-Fix-Montagezarge gesetzt.

2. Anschließend wurde die Innendämmung eingesetzt und an die definierten Putzkanten der Zarge angeschlossen.

3. In der trockenen Bauphase erfolgte der Einbau der Elemente mit Festverglasungen und Flügeln, wofür die beidseitig rahmenlose, vierfachverglaste Variante Nova-line Cristal Twin zum Einsatz kam.
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