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Zeitgenössische
Kunstsammlung
Finstral

Samstag 21.10.2017
um 12:00 und um 16:00 Uhr
Ausstellungsführungen mit den Kuratorinnen
Sarah und Kathrin Oberrauch



KünstlerInnen Stefan Alber, Hans Op de Beeck, Ulrike Bernard, Céleste Boursier-Mougenot, Loris Cecchini, José Pedro Croft, Igor Eškinja, Stefan Fabi, Werner Feiersinger, Gloria Friedmann, Vincent Grunwald, Björn Kämmerer, Veronika Kellndorfer, Michael Kienzer, Pe Lang, Sonia Leimer, Charles Lim, Thomas Locher, Philipp Messner, Lucy & Jorge Orta, David Polzin, Anna Rockwell, Bernardí Roig, Toni Schmale, Michele Spanghero, Petra Steinerova, The UrbUrb, Martina Wolf


Temporary Gallery
im Finstral Studio Friedberg


bei Augsburg direkt an der A8
Winterbruckenweg 64
86316 Derching/Friedberg
T 09721 6446 0
 
 
 

Soft Architecture

Die Ausstellung Soft Architecture spannt einen Bogen zwischen Architektur, Design und zeitgenössischer Kunst. Die hermetisch geführten Diskurse werden aufgebrochen und liefern sich gegenseitig wichtige Impulse bezüglich sozialer und politischer Aspekte sowie ästhetischer Fragen. Die verschiedenen Disziplinen forschen und experimentieren mit Materialien und untersuchen sozioökonomische Strategien, die in der Ausstellung Soft Architecture zum Tragen kommen.

Der Begriff soft findet in verschiedensten Bereichen Verwendung: soft material, soft power, soft management, software oder eben soft architecture. Am Direktesten weckt er Assoziationen zu Berührung und Haptik, Druck und Widerstand. Weich, flexibel und elastisch sind Modalitäten, die neben einer bestimmten Stofflichkeit der Materie auch für Gestaltungskonzepte stehen.

Logistik, Ressourcen und Recycling stellen immer größere Herausforderungen, die nach kreativen Lösungen verlangen. Fragen über ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit, Arbeitsweisen und deren sozialen Auswirkungen sollen auf künstlerischer Ebene diskutiert werden und die Erwartungen der Gesellschaft an die Architektur in den Vordergrund stellen.

Im Prozess einer permanenten Gestaltveränderung und einer fortdauernden Weiterschreibung eines Ortes durch seine Benutzer und Bewohner braucht man eine Architektur, die vor dem Hintergrund unvorhersehbarer und einschneidender Umwälzungen über Möglichkeiten verfügt, auf gesellschaftliche und individuelle Bedürfnisse zu reagieren.
Soft Architecture erzählt von einer gelebten Architektur, die erst im benutzten Zustand zum Vorschein kommt. Sie beginnt dort, wo die Planung endet.
 
 
Hans Op de Beeck
Staging Silence, 2009, Video, 22 min
Loris Cecchini
Zooffice (tore), 2001, Lambda-Print, 120 x 180 cm
Igor Eškinja
Project for unsuccessful gathering, 2009, Lambda Print 220 x 110 cm
Philipp Messner
Haus in Gröden, 2003, Lambda Print, 70 x 45 cm
Michele Spanghero
Listening Is Making Sense, 2012, Klangskulptur
   
 
 

Sammlung Finstral

Der Blick aus dem Fenster kann in verschiedener Hinsicht als symbolischer Blick gedeutet werden: als Öffnung zur Welt, auf die kulturellen Veränderungen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit, aber auch als ein abgewandter, in sich gekehrter Blick auf das Seelenleben und individuelle Bedürfnisse. Als architektonisches Element markiert das Fenster die Schnittstelle zwischen Privatem und Öffentlichem und reflektiert soziale, kulturelle wie mediale Entwicklungen.

Dank der Kunstleidenschaft des Firmengründers Hans Oberrauch besitzt Finstral heute eine abwechslungs- und umfangreiche Sammlung zeitgenössischer Kunst. Die seit der Firmengründung stetig wachsende Sammlung erzählt von der engen Verzahnung zwischen künstlerischem Schaffen und innovativem Denken und versteht sich als wichtiger Impulsträger für ein individualistisches Herangehen an die Thematik des Bauens und Wohnens. Die Kunst war dabei immer schon Inspirationsquelle und Teil der Philosophie des Unternehmens.

Der Hauptsitz am Ritten in Südtirol wurde so über die Jahre zu einem Ort der intensiven Begegnung mit Kunst. Sowohl in den Ausstellungsräumen als auch an den Arbeitsplätzen der MitarbeiterInnen sind Werke von nationalen wie internationalen KünstlerInnen zu finden, die von Wandarbeiten bis hin zu raumgreifenden, ortsspezifischen Installationen reichen.

Zur neuen Niederlassung in Friedberg wurde der portugiesische Künstler José Pedro Croft eingeladen, mit seinen monumentalen Skulpturen unerwartete Perspektiven auf den Neubau zu eröffnen, wodurch er die BesucherInnen auffordert, Teil des Szenarios zu werden.
Traditionsgemäß wird auch im neuen Finstral Studio Friedberg für die Auseinandersetzung mit Kunst Raum gegeben. Neben dem Ausstellen eines Teiles der Sammlung Finstral gibt es eine temporäre Galerie, welche die Sammlung mit zusätzlichen Arbeiten der vertretenen KünstlerInnen ergänzt. Die Ausstellung Soft Architecture thematisiert den bewohnten und erfahrenen Zustand von Architektur mit Hilfe des freien Blicks der Kunst.