Verletzungshemmung
Sicherheitsverglasungen als Verletzungshemmung sind überall dort sinnvoll bzw. gefordert, wo die Gefahr besteht, dass Personen unbeabsichtigten Kontakt mit dem Glas haben könnten, wo Kinder und Jugendliche sich bewegen, wo ein Durchbruch des Glases den Absturz von Personen bewirken könnte, wo die Gefahr besteht, dass Paniksituationen zu unkontrolliertem Verhalten führen können und speziell bei Überkopfverglasungen.
Es ist zu beachten, dass länderbezogen unterschiedliche Normen und Vorschriften bezüglich dem Einsatz von Sicherheitsverglasungen bestehen und entsprechend ist es notwendig, sich über diese genauestens zu informieren.
Über die gesetzlichen Vorschriften hinaus ist es jedoch sinnvoll, auch in privaten Gebäuden die eventuellen Gefahren zu prüfen und die Glasausführung entsprechend zu wählen. Die Empfehlung ist, gerade in dieser Hinsicht im Zweifel auf Sicherheit zu setzen.
Beispiele für den Einsatz von Sicherheitsverglasungen
- Verglasungen, die bis zum Boden reichen (unter Brüstungshöhen von 900 mm)
- Notausgangstüren
- Eingangstüren in öffentlichen und stark frequentierten Bereichen
- Wintergärten, Treppenhausverglasungen und Überkopfverglasungen
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Verbundsicherheitsglas VSG
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Das Verbundsicherheitsglas VSG besteht aus 2 durch eine hochreißfeste Folie verklebte Gläser, welche im Fall des Bruches die Splitter binden und so einer Verletzung vorbeugen. Durch die Folie wird auch der Durchbruch erschwert, sodass diese Gläser auch als absturzhemmende Gläser eingesetzt werden können. Die am häufigsten verwendeten Folienstärken sind 0,38 mm, 0,76 mm und 1,52 mm. Für den einfachen Verletzungsschutz reichen 0,38 und 0,76 mm aus, während bei Gläsern gegen Durchbruch- und Absturzgefahr 0,76 bzw. 1,52 mm erforderlich sind. |
Einscheibensicherheitsglas ESG
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Das Einscheibensicherheitsglas ESG ist ein gehärtetes Glas, welches eine hohe mechanische Festigkeit aufweist und dadurch höhere Belastungen aushält. Im Falle eines Bruches zerbröselt das Glas in kleine stumpfkantige Glaskrümel, welche nur mehr ein geringes Verletzungsrisiko darstellen. Es ist jedoch zu beachten, dass ESG nicht innenseitig für Überkopfverglasungen und auch nicht als absturzsicherndes Glas eingesetzt werden darf. |